Alle Jahre wieder

Wie und wo wir vieles des Erlernten im Leben erworben haben, ist uns im Nachhinein nicht immer bewußt. Ob Eltern, Nachbarn, Freunde, Ausbilder oder Lehrkörper der entsprechenden Einrichtungen mitverantwortlich waren, ist uns rückblickend betrachtet oft nur sehr vage bewusst. Dennoch macht das aktuelle Ergebnis der PISA-Studie ein besonderes Versagen der Bildungspolitik diesbezüglich deutlich.

Manche betrachten sich nach der Schulzeit und absolvierter Ausbildung als „Schwarzes Schaf“ der Familie, weil der Bildungprozess nicht immer erfolgreich verlief. Doch oft liegt es nicht an dem individuellen Unvermögen, sondern an den Unzulänglichkeiten unserer Bildungseinrichtungen. Mitglieder der Lehrkörper sind bemüht, auf diesem Weg die nötige Unterstützung zu geben. Doch staatliche Gängelung und mangelnde Wertschätzung behindern oft deren Arbeit.

Wie könnte dennoch für viele der Weg nach „oben“ erfolgreicher verlaufen?
Der Staat hat schon immer an Bildungressoucren gespart. Sie sind nicht unmittelbar produktiv und hängen im weiten Verlauf von einer Vielzahl individueller Voraussetzungen ab. Das erklärt, warum Lehrerinnen und Lehrer zu dürftig bezahlt und Bildungseinrichtungen zu wenig gewertschätzt werden. Außerdem unterliegen Beamte und Angestellte zu sehr staatlicher Einflussnahme. Sie sollten zukünftig stärker unabhängig alimentiert und freiberuflich tätig werden können.

Ob dadurch der Bildungsprozess erfolgreicher verläuft, hängt aber nah wie vor von uns allen selbst ab.
Allerdings wäre es hilfreich, wenn die entsprechenden Lehrkörper sich verstärkter und unmittelbarer den individuellen Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern widmen könnten.