Analoges Versagen

Jetzt fallen uns die Versäumnisse im Zusammenhang mit der schleppenden Digitalisierung weiter Bereiche unserer Gesellschaft auf die Füße. Über Jahre hinweg mussten die Schulen auch mit Hilfe von Eltern die Arbeiten mit PC und Internet in der Schule selbst organisieren. Fachkräfte in den Kollegien gab es selten. Ein Fachkraft des Schulträgers, die dafür verantwortlich zeichnete, stand lange Zeit nicht zu Verfügung. Nun da – durch die Pandemie bedingt, digitalisierte Prozesse für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern elementar geworden sind, soll eine IT-Fachkraft für den Schulverband Südangeln eingestellt werden.

Schon 2004 wurde der Vorschlag gemacht, eine Touchscreen-Tafel für die Grundschule anzuschaffen. Dazu auch noch einen Beamer. Alles sollte mit Hilfe der Bingo-Stiftung mitfinanziert werden. Doch die Anregung fand keine Unterstützung, weil ein Teil der Beteiligten scheinbar mit der Sachlage überfordert war.

Zum Glück hat die Glasfaserversorgung auch bei uns im ländlichen Raum Einzug gehalten. Doch nun warten wir alle auf die Freischaltung unserer Anschlüsse.
Es tut sich langsam etwas. Licht am Horizont?
Nur bei dem Übergang von Vorgängerversorgern zur TNG gibt es Verzögerungen.
In einer Zeit, in der einige von uns vermehrt Home-Office machen können/müssen und Firmen dringend auf Geschwindigkeit im Netz angewiesen sind, brauchen wir vermehrt zügiges Handeln und entsprechende Verbindungen.
Corona hat viel Leid gebracht. Es traten aber auch dadurch konzeptionelle und strukturelle Schwächen unserer Gesellschaft ans Licht.