Gute Radwege braucht das Land

Einige Fahrradfahrer, die von Idstedt in Richtung Böklund fahren, nutzen den dafür den vorhandenen Radweg. Seit geraumer Zeit kann man beobachten, dass ihr Zustand immer desolater wird. Ausnahme stellt ein Bereich vor Stolk dar. Dort wurde der Weg saniert, nach dem ein Radler dort zu Fall gekommen ist.

Würzelaubrüche

Weitere Bereiche des Weges zwischen Idstedt und Stolk sind nach wie vor in einem grenzwertigen Zustand. Besonders Grundschüler, die mit dem Rad nach Böklund fahren, sind hier gefährdet. Als sicherer Schulweg für Kinder kann diese Strecke nicht gelten.

Fahrradstraße in Freiburg

Zur Zeit wird der Bau von Fahrrad-Schnellstraßen in Großstädten, wie auch dem Bild in Freiburg, nicht nur angedacht sondern auch realisiert. Es entstehen sogenannte Pop-up-Wege. Es sind provisorische Absperrungen für Radler. Wir sollten gleichzeitig auch auf dem „platten“ Land den Stau von notwendigen Infrastrukturerhaltungs abbauen. Zumindest was den Erhalt eines ordnungsgemäßen Zustand der Radwege anbetrifft.

Hier steht das Fahrrad im Brennpunkt

Warum profitieren einerseits zunächst Städte bei den Verbesserungen von Infrastrukurmaßnahmen? Während doch andererseits alle unter den Folgen der wachsenden Verkehrsdichte leiden. Wäre es nicht angesagt, ganz neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Bliebe noch die Aufgabe, den Verkehr zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern zu regeln. Außerdem ist es notwendig, dass wir wieder mehr Arbeitsplätze auf dem Lande schaffen. Damit wäre Mensch, Natur & Umwelt, Stadt und Land gleichermaßen gedient. Gerade unter den Bedingungen der Pandemie notwendiger den je.
Geschätzte 70 Million Radfahrer*innen schreien nach Verbesserung. Allein in 2020 ist außerdem der Bestand von E-Bikes auf  6 Millionen angewachsen. Das Land Schleswig-Holstein und auch der Kreis vertrösten die betroffenen Kommunen immer wieder. Leidtragende sind wir alle.

Markante Wurzeldurchbrüche auf der Strecke Idstedt -Stolk wurden farblich gekennzeichnet. Auch eine Form des Umgangs mit dieser Gefahrenstelle.

Markierte Gefahrenstelle zwischen Idstedt und Stolk

Da bleibt einem eigentlich z. Z. nur noch das Zitat eines Kirchenliedes: „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, von Martin Luther.

Nun gibt es Licht am Horizont. 2022 will das Land die L28 erneuern. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch der parallel dazu verlaufende Fahrradweg erneuert werden. Es ist allerdings unverständlich, warum das Land mit dem Ausbau der Radwege, vor dem Hintergrund zunehmender Umweltbelastung, so zögerlich agiert. Bis dahin werden hoffentlich keine Radler an diesen Stellen zu Fall kommen. Die mehrheitstragenden Fraktionen im Landtag haben leider die Radfahrer*innen nicht im Fokus.

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