Wir sind alle Idstedter

Mein Nachbar sagte einmal, Idstedter sind jene Menschen die hier gebürtig sind. Ich meine hingegen, wir alle sind Idstedter. Ob nun hier geboren oder zugezogen, ob vorübergehend hier beheimatet oder in der Woche über auswärts tätig. Kann man irgend einem dieses Zugehörigkeitsgefühl verweigern? Es gibt Menschen, die seit Jahren schon im Ausland leben, sich aber trotzdem noch als Idstedter fühlen. Selbst Zeitgenossen, die nur vorübergehend im Urlaub bei uns leben, fühlen sich zeitweise manchmal Idstedt zugehörig.

1196-1996 – 800 Jahre Idstedt

Allerdings gibt es schon Unterschiede. Es gibt große und kleine, dicke und dünne, alte und junge Idstedterinnen. Das ist aber ein anderes Thema. Idstedterinnen sind sie allerdings auch alle.
In einer Zeit der Globalisierung und Digitalisierung wächst wieder einmal der Wunsch nach Heimat und regionaler Zugehörigkeit. Gleichzeitig fühlen sich trotzdem manche Menschen als Weltbürger, ohne jeglichem festen Ortsbedürfnis.
Wir leben, streiten und lieben hier alle vorübergehend nur eine begrenzte Zeit auf dieser Erde. Das sollte uns allen bewußt sein. Der Streit über die Intensität der tatsächlichen Zugehörigkeit verblasst vor diesem Hintergrund.

Froschlaich

Die Hunderte von geschlüpften Kaulquappen in unserem Teich sind keine Idstedter. Auch wenn sie hier geboren wurden. Es sind Tiere.

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