Kiesabbau in Idstedt

Nun wurde erneut über einen Beschlussvorschlag im Zusammenhang mit einem weiteren Kiesabbauvorhaben abgestimmt. Die Gemeindevertretung hatte diesen bereits am 31.05. 2017 beraten und abgelehnt.

Lage an der L28

Es wurde, auf Antrag der Kieswerk Idstedt GmbH, erneut über dieses Vorhaben verhandelt. Die Gemeinde sollte nun weitere sachliche Gründe anführen, sonst könnte sich die Kommunmalaufsicht des Kreises über den Beschluss der Gemeinde hinwegsetzen, bzw. drohen Regressforderungen.

Idstedt ist schon jetzt von Kieslöchern umgeben, die einem Flickenteppich gleichen. Es sind Wunden entstanden. Im Gegensatz zur Haut können diese nicht wieder zuheilen. Diese Entwicklung sollte nicht weiter fortgeschrieben werden.

Mehrheitlich wurde trotzdem auf der GV-Sitzung am 17.07. 2017 dem geplanten Kiesbbau zugestimmt. Eigenartig – nach dem in der vorangegangenen Sitzung das Vorhaben auf Ablehnung stieß. Die intensive Diskussion, in die auch der Amtsdirektor des Amtes Südangeln eingriff, machte eines nachdrücklich deutlich. Idstedt hat es in der Vergangenheit versäumt, im Flächennutzungsplan, er stammt aus den 80-Jahren, eindeutig Flächen auszuweisen die unberührt bleiben sollten. Ein Versäumnis, welches umgehend – spätestens von der nächsten Gemeindevertretung – geändert werden sollte. Die alles entscheidene Frage vor der Abstimmung am Ende der lebhaften Sitzung kam von Horst Marxsen. „Sind sie der Gemeinde Idstedt weiterhin wohl gesonnen?“, wollte er von dem Antragssteller wissen. Vielleicht wird er ja bei einer der Vorhaben Idstedts, sich als „Spender“ erkenntlich zeigen.

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