Machbarkeitsstudie zur Idstedter Gedächtnishalle

Die Studie wurde im Rahmen einer Gemeindevertreterversammlung am 06.11.2017 vorgestellt. Es kreiste der Geier und er gebar ein Ei. So könnte man das Ergebnis umschreiben. Im Wesentlichen heißt das: Weiter so, wie bisher. Die Trägerschaft bleibt bis auf weiteres bei der Idstedt-Stiftung. Die glänzte bisher in der Vergangenheit, vornehm umschrieben, durch Zurückhaltung. Vorschläge aus der zurückliegenden Zeiten, die dass Interesse an der Historie Idstedts an dieser Stelle hätten beleben können, wurden nicht aufgegriffen.

Gedächtnishalle in alter Zeit

Die Studie hat der Gemeinde 25 000€ gekostet. Abzüglich einiger Unterstützungszahlungen. Ferner hat die Stiftung die Wiese hinter der Gedächtnishalle überlassen. Pachtverhandlungen über die weitere Verwendung hat der Bürgermeister schon mit Interessenten geführt.

Es stehen bauliche Maßnahmen an, die die Halle wieder ins richtige „Licht“ führen könnten.
Geplante Kosten 214 000€.  Doch wer werden der Geldgeber sein. Wichtig wäre, neben der stärkeren Motivierung vieler Idstedter,  auch die Einbeziehung eines potenten dänischen Partners oder Partnerin. Hierüber schweigt sich übrigens die Studie aus.

In diesem Zusammenhang erscheint die Zustimmung der Gemeinde zur Auskiesung in einem sensiblem kultur-historischen Raum, wie eine Posse aus Schilda.  Hier wird zukünftig die Zuwegung zu einem Grab aus dem deutsch-dänischen Krieg abgeschitten. Deutlicher hätte das Desinteresse an der Vergangenheit Idstedts einiger Gemeindevertreter nicht ausfallen können.

Unser Bericht darüber:

 

Nun wurde erneut über einen Beschlussvorschlag im Zusammenhang mit einem weiteren Kiesabbauvorhaben abgestimmt. Die Gemeindevertretung hatte diesen bereits am 31.05. 2017 beraten und abgelehnt.

Lage an der L28

Es wurde, auf Antrag der Kieswerk Idstedt GmbH, erneut über dieses Vorhaben verhandelt. Die Gemeinde sollte nun weitere sachliche Gründe anführen, sonst könnte sich die Kommunmalaufsicht des Kreises über den Beschluss der Gemeinde hinwegsetzen, bzw. drohen Regressforderungen.

Idstedt ist schon jetzt von Kieslöchern umgeben, die einem Flickenteppich gleichen. Es sind Wunden entstanden. Im Gegensatz zur Haut können diese nicht wieder zuheilen. Diese Entwicklung sollte nicht weiter fortgeschrieben werden.

Mehrheitlich wurde trotzdem auf der GV-Sitzung am 17.07. 2017 dem geplanten Kiesbbau zugestimmt. Eigenartig – nach dem in der vorangegangenen Sitzung das Vorhaben auf Ablehnung stieß. Die intensive Diskussion, in die auch der Amtsdirektor des Amtes Südangeln eingriff, machte eines nachdrücklich deutlich. Idstedt hat es in der Vergangenheit versäumt, im Flächennutzungsplan, er stammt aus den 80-Jahren, eindeutig Flächen auszuweisen die unberührt bleiben sollten. Ein Versäumnis, welches umgehend – spätestens von der nächsten Gemeindevertretung – geändert werden sollte. Die alles entscheidene Frage vor der Abstimmung am Ende der lebhaften Sitzung kam von Horst Marxsen. „Sind sie der Gemeinde Idstedt weiterhin wohl gesonnen?“, wollte er von dem Antragssteller wissen. Vielleicht wird er ja bei einer der Vorhaben Idstedts, sich als „Spender“ erkenntlich zeigen.

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